Gaszähler müssen richtig und zuverlässig messen.
Denn was sie erfassen, ist Grundlage für die Rechnungslegung der gelieferten Gasmengen. Und oft auch die Basis für wichtige betriebliche Abläufe. Aufgrund der hohen Gasmengen, die durch die Gaszähler fliessen, können schon geringe Messfehler gravierende Folgen haben. Daher ist eine Kalibrierung bzw. Eichung bei kleinstmöglicher Messunsicherheit von großer Bedeutung.
Für den Einsatz des Gaszählers im geschäftlichen Verkehr ist deshalb die Sicherstellung der Richtigkeit und Einheitlichkeit dieser Messungen „behördlich verordnet“: Jeder Zähler muss für diesen Zweck zugelassen und gültig geeicht sein.
Das messtechnische Verhalten eines Gaszählers wird durch die konkreten Messbedingungen bestimmt. Weichen Kalibrier- und spätere Anwendungsbedingungen stark voneinander ab, können beim praktischen Einsatz Fehler bis in Prozenthöhe auftreten. Das ist zum Beispiel möglich, wenn ein Gaszähler mit Luft kalibriert, dann aber mit Hochdruck-Erdgas betrieben wird. Deshalb schreibt die europäische Normung vor, Hochdruck-Gaszähler beim vorgesehenen Betriebsdruck mit Erdgas zu kalibrieren.